Rohstoff
Farbe hat einen Ursprung.
Lapislazuli ist zuerst Stein. Erst Auswahl, Zerkleinerung und Trennung machen aus ihm ein verwendbares blaues Pigment.
Kunsttage Basel · Galerie LOKAL · eigene Materialstudie
Bevor Farbe sichtbar wird, muss sie zerrieben, gebunden und geführt werden.
In die Werkstatt
01 · Materiallabor
Sechs echte Zustände des Workshops folgen aufeinander: vom Stein über das Reiben bis zur eigenen Spur.
Rohstoff
Lapislazuli ist zuerst Stein. Erst Auswahl, Zerkleinerung und Trennung machen aus ihm ein verwendbares blaues Pigment.
Reibung
Beim Mahlen wird nicht nur kleiner gemacht. Korngrösse und Druck verändern Deckkraft, Lichtstreuung und Charakter.
Werkbank
Schalen, Bindemittel, Proben und Referenzbild liegen nebeneinander. Erst die Anordnung auf dem Tisch macht aus Material einen Versuch.
Vergleich
Bleiweiss war in Öl beliebt, weil es deckt und die Trocknung fördern kann. Titanweiss wirkt heller und besitzt eine hohe Färbekraft.
Oberfläche
Rekonstruktion macht Wissen körperlich. Werkzeug, Körnung und Untergrund schreiben am Motiv mit.
Eigene Spur
Am Ende verlässt das Material die Probe. Es wird zur eigenen Linie, zum Bild und zur Erinnerung an die Begegnung.
Die Folge läuft einmal selbstständig durch.
02 · Pigmentnotizen
Ein Pigment ist keine fertige Farbe. Es ist ein Verhalten, das erst im Versuch sichtbar wird.
03 · Eigene Spur
Die Archivbilder folgen dem dokumentierten Zeichnungsprozess auf einem Blatt. Statt einer nachgebauten Linie läuft hier die echte Werkspur vom ersten Strich bis zur roten Endfassung.
ARCHIVFOLGE
Die erste Skizze legt Kopf, Achsen und Proportionen an.
Die Folge läuft einmal selbstständig durch.
04 · Die Forschenden
Monique Burnand-Müller und Olivier K. Burnand vermitteln keine fertigen Rezepte. Ihre experimentelle Archäologie prüft, wie historische Materialien, Werkzeuge und Prozesse tatsächlich funktioniert haben könnten.
Monique und Olivier führen ambioConsult gemeinsam. Im Firmenzweck stehen historische Architektur, Bautechniken und experimentelle Archäologie ausdrücklich nebeneinander. Monique bringt Ethnobotanik und Museumsdidaktik ein. So wird aus überliefertem Wissen eine offene Versuchsanordnung, die man sehen, berühren und hinterfragen kann.
Das externe Werkstattfenster lädt erst nach deiner Auswahl.
ArbeitsnotizNicht so tun, als wäre Material neutral. Hinsehen, reiben, mischen, vergleichen.
05 · Nachlesen
06 · Reflexion
Die Farbe wird nicht nur aufgetragen, sondern hergestellt und geführt. Der Prozess verschiebt meinen Blick vom fertigen Motiv zur Spur der Entscheidung. Körnung, Bindung, Schicht und Trocknung bestimmen mit, was das Bild werden kann.