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Ausstellungsbesuch · Dokumentation & Reflexion · Dmytro Hlukh

09

09 / Cao Fei · Ausstellungsbesuch

Testimonien
einer nahen Zukunft

In Cao Feis Stadt stehen Fabrik, Büro und Spielplatz nebeneinander. Zwischen den Räumen verändert sich die Rolle der Menschen. Sie arbeiten, spielen und entwerfen andere Leben. Diese Bildstrecke fragt, wie viel sie dabei selbst bestimmen können.

Route betreten
Künstlerin
Cao Fei
Ausstellung
Testimonies to the Near Future
Ort
Kunstmuseum Basel · Gegenwart
Besuch
3. September 2026
Eigener Beitrag
Fotografie, Auswahl, Sequenzierung und Reflexion
Ein Ausstellungsflyer liegt auf einer gelben Holzfläche. Darüber spannen sich blau und grün gestreifte Stoffbahnen durch den Raum.
Der Einstieg. Zwischen gebautem Raum und virtueller Welt.

01

Die Karte

Ein Haus wird zur Stadt.
Vier Stockwerke, eine Route.

Der Rundgang führt durch vier Etagen. Strassen, Arbeitsräume und Spielwelten geben den Werken einen gemeinsamen Rahmen. Die Architektur ist dabei mehr als Kulisse. Sie bestimmt, wie wir uns bewegen und welche Bilder wir miteinander verbinden.

Blick über den Rhein auf die Basler Skyline mit den beiden Roche-Türmen, kurz vor dem Museumsbesuch.
Basel, kurz vor dem Museum.
Violette Titelwand mit Cao Fei, Testimonies to the Near Future und den Ausstellungsdaten vom 30. Mai bis 11. Oktober 2026.
Der Titel an der Kasse, mit Datum.

02

Vier Räume

Strasse, Fabrik, Kino, Büro.
Eine Stadt in vier Stationen.

Vier Stationen stehen hier für unterschiedliche Formen des Zusammenlebens. Entscheidend ist nicht nur, wie diese Welten aussehen. Es geht auch darum, welche Rollen sie ihren Bewohnerinnen und Bewohnern anbieten.

„My city is yours. Your city is mine.“ Leuchtschrift bei RMB City von Cao Fei

03

Kontaktbogen

Ein Rundgang.
Viele Blickrichtungen.

Die Auswahl aus über 120 Aufnahmen verbindet Raumansichten mit einzelnen Details. Nebeneinander werden Farben, Materialien und Motive vergleichbar. In der Grossansicht lässt sich jede Aufnahme wieder für sich betrachten.

Mehrere unregelmässig an eine dunkle Wand geheftete Zeitungsseiten der fiktiven Publikation Utopia Daily, dazwischen Porträtfotos.
Die Zeitungswand zu Utopia Daily verbindet einzelne Seiten zu einer gemeinsamen Erzählung.

04

Studio Gegenwart

Der Raum, in dem
die Ausstellung offen wird.

Im frei zugänglichen Studio Gegenwart gibt es Badminton, ein Avatar-Fotostudio und ein Ballbad unter einem Oktopus. Hier bleibt es nicht beim Betrachten. Bewegung und eigenes Ausprobieren werden Teil des Besuchs.

Blick von oben in eine Wendeltreppe, die von der Ausstellung hinunter zum offenen Studio Gegenwart führt.
Die Treppe als Schwelle zum Studio.
Ein aufgeblasener blauer Oktopus über einem Ballbad aus rosa, blauen und weissen Kugeln, daneben Bildschirme mit einer virtuellen Stadt und einem Avatar.
Ballbad und Bildschirme teilen sich denselben Raum.
Grüner Aufnahmeraum mit zwei Bildschirmen und Ringlicht, auf einem Schirm eine Landschaft mit Baum als Greenscreen-Komposition.
Im Avatar-Fotostudio entsteht ein eigenes Bild.
Ein verzierter Arcade-Automat in Violett und Gold in einem rosa beleuchteten Korridor.
Ein Spielinterface im Ausstellungsraum.

05

Gestalterische Lesart

Vom beobachteten zum handelnden Blick.

Die Ausstellung von Cao Fei bleibt Kontext; mein Beitrag liegt in Fotografie, Auswahl und Sequenz.

Die Folge dokumentiert nicht neutral, sondern ordnet meinen Blick: Stadt, Schwelle, Arbeit, Projektion, Teilnahme.

Mich interessiert, wann eine Umgebung nur betrachtet wird und wann wir in ihr handeln.

Die Frage nach Handlungsspielraum verbindet diese Arbeit mit «Freiheit in Grenzen»: Dort entsteht Ordnung aus Beschränkung, hier wird sie als begehbarer Raum erfahrbar.

06

Fakten

Zur Ausstellung.

Titel
Cao Fei. Testimonies to the Near Future
Ort
Kunstmuseum Basel · Gegenwart
Dauer
30. Mai – 11. Oktober 2026
Konzept
Cao Fei
Kuratiert von
Stephanie Seidel, Philipp Selzer, Alice Wilke
Ausstellungsarchitektur
Sirui Zhang, Zhibo Xu (Small Production)
Unser Besuch
3. September 2026

Die Ausstellungsangaben folgen der Titelwand und kunstmuseumbasel.ch. Die Fotografien stammen vom Besuch. Die gestalterische Lesart in Abschnitt 05 ist die Position dieses Portfolios und keine Aussage des Kuratorenteams.